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Aus Pixeln werden Wände

Wo die virtuelle Welt ganz real wird

Die Einbindung digitaler Medien in den Messeauftritt und die Verknüpfung mit Web 2.0-Anwendungen sind derzeit so etwas wie die großen Mysterien der Messebranche. Alle reden darüber, aber nur wenige wissen wirklich, wie es funktioniert. Lesen Sie, welche Chancen das Nebeneinander von »Vor-Ort-Geschehen« und virtuellem Erleben in sich birgt und welche Dramaturgie notwendig ist, um damit erfolgreich zu sein.

Zu den Trends, die den Charakter von Messeauftritten derzeit am stärksten beeinflussen, zählt die Verbindung der Live-Kommunikation mit digitalen Medien. Der wachsende Erfolg von Social Media und eine immer leistungsfähigere LED-Technik lassen die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt zunehmend verschwimmen. Viele Messe- und Marketingverantwortliche versuchen auf diese Weise, die Veranstaltung medial über den eigentlichen Zeitraum hinaus auszudehnen. Ist das überhaupt machbar? Wir meinen: Ja, wenn es mit der nötigen Konsequenz geschieht.

Grau ist alle Theorie

In der Messewirklichkeit sieht die Fusion von Realität und Virtualität häufig noch etwas anders aus. Viele Erwartungen erfüllen sich nicht. Nur ein Teil der Zielgruppe hat tatsächlich bereits die Social-Media-Affinität, von der manche Trendstudie in den letzten Jahren hoffnungsvoll ausging. Viele pflegen ihre Netzwerke nach wie vor auf herkömmliche Art und Weise. Das ist kein Wunder. Denn zunächst einmal ist und bleibt eine Messe ein großer Branchentreff, bei der die persönlichen Begegnungen im Mittelpunkt stehen. Die klassische Visitenkarte hat aus gutem Grund noch lange nicht ausgedient.

Das ändert jedoch nichts daran, dass sich digitale Lösungen bzw. die sozialen Medien ideal als Ergänzung und flankierende Maßnahme im Messemarketing eignen. Einen klaren Vorteil haben sie zum Beispiel hinsichtlich ihrer Variabilität bei der Kommunikationstiefe. Jeder Messebesucher kann detailliert angesprochen und genau mit den Informationen versorgt werden, die ihn wirklich interessieren. Aus der häufig beklagten Unübersichtlichkeit von Messeständen wird so ohne großen Aufwand ein individualisierter und effizienter Auftritt, der genau den Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht.

Viele Unternehmen scheitern derzeit noch an der Herausforderung, einen fließenden Übergang zwischen ihrer jeweils laufenden Kommunikationskampagne und der Präsentation auf dem Messestand hinzubekommen. Ein Kampagnenkonzept, das lediglich auf den Zeitraum der Messe ausgerichtet ist, hat kaum Erfolgschancen. Nur wenn der Besucher die Elemente aus der Vorfeldkommunikation in den Messeauftritt integriert vorfindet und sie zudem visuell bzw. haptisch erleben kann, gibt es einen Wiedererkennungseffekt. Das setzt u.a. voraus, dass Marketing- und Messeverantwortliche im Unternehmen schon lange vor der Veranstaltung Hand in Hand arbeiten.

Wir können in diesem Prozess moderieren, denn wir wissen, wie man die unterschiedlichen Kanäle, Aspekte und Anforderungen auf der Messe geschickt miteinander verknüpft.

Hinzu kommt häufig das fehlende Verständnis für Social Media als Dialoginstrument. Die virtuelle Zielgruppe will beteiligt werden und nicht nur Botschaftsempfänger sein. Wer zielgruppenspezifisch aufbereiteten Mehrwert anbieten will, muss mehr tun, als lediglich die Inhalte der klassischen Kommunikation in die digitalen Medien zu übertragen. Wird es gut gemacht, können Aussteller damit die Grundlage für einen kontinuierlichen Kundendialog schaffen – und zwar vor, während und nach der Veranstaltung.

Aus Pixeln werden Wände

Ein weiterer Bereich, in dem die virtuelle Welt auf der Messe real wird, ist das Bewegtbild. Die großen technischen Fortschritte bei der großflächigen Darstellung von Bildern lassen heute eine faszinierende Vermischung von Architektur und medialer Gestaltung zu.Pixel werden zu Wänden, auf denen Filme ständig neue Eindrücke produzieren und den Charakter der Räume prägen. Messestände verwandeln sich auf diese Weise in lebendige atmosphärische Inszenierungen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Haben Sie Fragen zu diesem Fokusthema?

Lernen Sie eines unserer Messeprojekte kennen, bei dem wir virtuelle Elemente in die Realität gebracht und das Live-Erlebnis später in die digitale Welt zurückgeführt haben.

Projektbeispiele zum Fokusthema: